Zum Inhalt springen

Wählen Sie aus, welche optionalen Inhalte diese Website laden darf. Sie können dies jederzeit über den Link Cookie-Einstellungen am unteren Seitenrand ändern.

Notwendig

Speichert Ihre Cookie- und Barrierefreiheitseinstellungen in diesem Browser. Immer aktiv.

Erlaubt das Laden von Werkzeugen zur Reichweitenmessung, sofern diese Website sie verwendet.

Erlaubt das Laden von Inhalten anderer Dienste, etwa eingebetteter Beiträge aus sozialen Medien. Diese Dienste können eigene Cookies setzen.

Diese Website zeigt Anzeigen von Google AdSense. Mit Ihrer Zustimmung kann Google Cookies verwenden, um Anzeigen nach Ihren Interessen auszuspielen. Ohne Zustimmung sehen Sie nicht personalisierte Anzeigen.

Barrierefreiheit

Textgröße 100%

Die Einstellungen werden in diesem Browser gespeichert.

Wirtschaft & Technologie Partnerinhalte

Cybersicherheit und KI: Wie Kinder in Israel aus Neugier eigene Fähigkeiten entwickeln

Frühe Einblicke in Cybersicherheit und künstliche Intelligenz können Kindern Raum geben, Technik zu gestalten, zu prüfen und zu verstehen. Die Programme des Israel Cyber Campus zeigen mögliche Lernwege für verschiedene Altersgruppen. Im Mittelpunkt stehen praktische Erfahrungen und persönliche Interessen, ohne die Kindheit auf die Wahl eines späteren Berufs zu verengen.

Vier Jugendliche von hinten an Laptops in einem sonnigen Unterrichtsraum, mit abstrakten Netzwerkformen auf den Bildschirmen
Jugendliche lernen mit Laptops · Hinweis

Um das Verständnis eines Kindes einzuschätzen, hilft eine einfache Bitte: Es soll erklären, wie sein Projekt die fertige Form erreicht hat. Eine Entscheidung, ein Fehler und eine Überarbeitung sagen mehr aus als ein eindrucksvoller Screenshot. Dabei wird auch sichtbar, welcher Schritt eine weitere Erklärung oder einen neuen Versuch verdient.

Erfahrung verändert die Ausgangslage

In einem Blogbeitrag vom 11. Oktober 2026 vertritt der Campus die Ansicht, dass frühes Üben einen wachsenden Vorsprung ermöglichen kann. Das ist die pädagogische Position des Anbieters, keine Messung der Lernergebnisse aller israelischen Kinder.

Schon ein kleines Projekt erlaubt einen nachvollziehbaren Ablauf: ein Ziel festlegen, ein Werkzeug auswählen, das Ergebnis prüfen und etwas ändern. Die Lernenden haben Entscheidungen zu erläutern, auch solche, die nicht funktioniert haben. Ihre Aufgabe erhält damit einen Sinn, der über das Befolgen von Anweisungen hinausgeht.

Dieser Ansatz lässt unterschiedliche Einstiegsalter zu. Entscheidend ist eine Aufgabe, die zum Entdecken anregt und die Lust am Weitermachen erhält. Der Vergleich mit Gleichaltrigen muss nicht zum eigentlichen Maßstab werden. Ebenso darf ein Kind feststellen, dass es sich zunächst für einen anderen technischen Bereich interessiert.

Lernen im Umfeld israelischer Technologie

Die israelische Innovationsbehörde zählte Cybersicherheit und KI in ihrem Bericht von 2025 zu den technologischen Stärken des Landes. Für Familien bietet das einen konkreten Zusammenhang: Hinter digitalen Produkten stehen Menschen, die sie entwickeln, testen und schützen.

Nach Angaben des Israel Cyber Campus ist Yigal Unna, der frühere Leiter der israelischen Nationalen Cyberdirektion, Präsident der Einrichtung. Die Website beschreibt Angebote für verschiedene Altersgruppen sowie berufliche Weiterbildung für Erwachsene. Diese Zwecke sind auseinanderzuhalten: Ein erster Zugang zur Informatik muss anders beurteilt werden als die Vorbereitung auf eine spezialisierte Tätigkeit.

Später zur israelischen Technologiebranche beizutragen, kann ein Ziel sein. Ein unmittelbarer Maßstab ist jedoch, was ein Schüler nach einem Projekt erklären und selbstständig ausprobieren kann. Dafür braucht es keine vorweggenommene Berufsentscheidung.

Ein verständlicher Einstieg für Kinder

Der Anbieter beschreibt seinen Cyberkurs für Kinder als Einführung in Computer, Sicherheit im Internet und Programmierung. Die Altersangaben unterscheiden sich: Auf der Kursseite stehen 8 bis 13 Jahre, auf der Startseite 9 bis 13 und im Blogbeitrag 9 bis 12. Familien sollten daher die Altersgruppe des konkreten Kurses klären.

Die Seite zum gesonderten KI-Kurs für Kinder nennt 9 bis 13 Jahre und zehn wöchentliche Zoom-Termine mit insgesamt 30 akademischen Unterrichtsstunden. Dieser Weg bietet einen anderen Einstieg für Kinder, die sich für kreatives Arbeiten mit intelligenten Werkzeugen interessieren.

Eine Beispielaufgabe vermittelt oft mehr als eine lange Liste technischer Begriffe. Wichtig sind der Anteil eigener Arbeit, die Unterstützung bei Schwierigkeiten und die Möglichkeit, eine Aufgabe mit eigenen Worten zu erklären. Damit lässt sich die gegenwärtige Lernerfahrung beurteilen, ohne die spätere Laufbahn eines Kindes vorherzusagen.

Jugendliche können stärker in die Tiefe gehen

Den Cyberkurs für Jugendliche führt der Campus für 13 bis 17 Jahre auf, mit 75 akademischen Unterrichtsstunden über sechs Monate. Laut Kursseite sind keine technischen Vorkenntnisse erforderlich, wohl aber gute Englischkenntnisse und eine Eignungsprüfung. Auch ein Einstieg ohne Vorwissen verlangt Bereitschaft zum Üben.

Das gesonderte KI-Programm richtet sich laut Anbieter an Jugendliche von 12 bis 16 Jahren. Genannt werden 22 Zoom-Termine und 66 Unterrichtsstunden. Zur Beschreibung gehören das Trainieren von Modellen und der Einfluss von Daten auf ihre Ergebnisse. Solche Angaben machen Unterschiede zwischen den Lernwegen greifbar.

Neben den Inhalten zählt der Wochenablauf. Ein ruhiger Arbeitsplatz, Zeit zum Üben und eine Möglichkeit für Rückfragen gehören zur Familienplanung. Allein die Stundenzahl sagt wenig darüber aus, wie gut ein Angebot zu Interessen, Selbstständigkeit und schulischen Verpflichtungen passt.

Zum Gestalten gehört das Überprüfen

Eine mögliche Lernaufgabe besteht darin, zwei Lösungswege für dasselbe Problem zu vergleichen. Der Schüler hält fest, was sich verändert hat, welcher Versuch scheiterte und welche Entscheidung das Ergebnis verbesserte. Das ist ein Beispiel für eine Lernaktivität, kein Bericht über eine beobachtete Unterrichtsstunde am Campus.

Ähnlich lässt sich mit einem KI-Ergebnis arbeiten. Eine einzelne Tatsachenbehauptung wird ausgewählt, eine Quelle gesucht und deren Aussage mit dem Ergebnis verglichen. Das pädagogische Ziel ist, eigenes Urteilsvermögen in den Arbeitsprozess einzubeziehen, statt nur Tempo oder äußere Wirkung zu bewerten.

Auch Familien können eine gemeinsame Sprache finden

Die Startseite nennt zusätzlich einen Kurs für ältere Erwachsene zum sicheren Umgang mit Technik und KI, neben den beruflichen Angeboten. Programme für mehrere Generationen eröffnen eine familiäre Perspektive: Angehörige müssen nicht denselben Kurs besuchen, um gemeinsam über digitale Entscheidungen zu sprechen.

Ein Kind kann sein Projekt vorstellen und erklären, welche Schritte es selbst erledigt hat und wo ein Werkzeug half. Eltern müssen dafür nicht jeden Befehl kennen. Zuhören, um ein Beispiel bitten und Interesse an einer Entscheidung zeigen genügt für ein Gespräch über den Arbeitsprozess.

Der nächste Schritt muss zum Lernenden passen

Die Website nennt die Adresse Medinat HaYehudim 85 in Herzliya und beschreibt zugleich Onlineunterricht sowie Unterrichtsorte an der Universität Tel Aviv. Deshalb sollte die konkrete Kursform geklärt werden. Die Anschrift der Einrichtung ist nicht automatisch der Veranstaltungsort.

Auch der Campusblog stellt klar, dass eine Ausbildung keine Aufnahme in eine bestimmte Militäreinheit garantiert. Näher liegt das Ziel, eine ausbaufähige Grundlage zu schaffen. Ein Projekt abzuschließen, eine Entscheidung zu verstehen und einen weiteren Lösungsweg versuchen zu wollen, sind bereits wertvolle Lernschritte, unabhängig davon, wohin der Weg später führt.

Zurück zu den aktuellen Meldungen