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Sicherheit & Verteidigung

Israels Angriffe in Gaza und im Libanon binnen 72 Stunden: Was belegt ist

Zwischen dem 25. September um 16:32 Uhr und dem 28. September 2026 um 16:32 Uhr israelischer Zeit meldete die israelische Armee mehrere Angriffe im Gazastreifen und im Südlibanon. In Gaza seien drei Hamas-Mitglieder und ein Mann getötet worden, den sie mit transnationalen Dschihadistengruppen und Waffenlieferungen an die Hamas in Verbindung bringt. Im Libanon habe sie ein Waffenlager und Stellungen getroffen, die nach ihren Angaben zum Start von Sprengstoffdrohnen und Panzerabwehrraketen dienten. Berücksichtigt werden hier nur Einsätze, deren gemeldeter Zeitpunkt in dieses Fenster fällt.

Illustration: ein Kampfjet über einer beschädigten Stadt links und grünen Hügeln mit Dörfern rechts, unter hellem Himmel
Redaktionelle Illustration: Angriffe in Gaza und im Libanon: 72 Stunden · Hinweis

Zeitliche Einschränkung: Für die beiden Angriffe vom 25. September nannte die Armee keine Uhrzeit. Ob sie nach 16:32 Uhr stattfanden, ist nicht bestätigt. Sie werden als Kontext desselben Tages erwähnt, aber nicht als gesicherte Einsätze im exakten 72-Stunden-Fenster gezählt.

Gaza: Nuseirat und Chan Junis

Am 26. September teilte die Armee mit, sie habe am Vortag Ibrahim Fawzi Ismail Mohsen in Nuseirat getötet. Sie bezeichnete ihn als Zugführer der Nukhba-Einheit im bewaffneten Arm der Hamas. Bei einem weiteren Angriff am 25. September in Chan Junis sei Mohammed Kamel Suleiman Mohsen getötet worden, den sie ebenfalls dem bewaffneten Arm zuordnete. Beide hätten zuletzt an der Wiederherstellung von Hamas-Fähigkeiten und an Anschlagsplänen gearbeitet und damit gegen die Waffenruhe verstoßen, erklärte die Armee. Genaue Uhrzeiten nannte sie nicht.

Am 27. September erklärten Armee und Inlandsgeheimdienst Shin Bet, bei einem Angriff am Vortag in Nuseirat sei Saher Nidal Lotfi Saqr getötet worden. Er habe die Hamas mit Waffen beliefert, am Angriff vom 7. Oktober teilgenommen und das Motorrad gesteuert, mit dem Noa Argamani und Avinatan Or vom Nova-Festival entführt wurden. Diese Angaben zu seiner Vergangenheit konnten für diesen Artikel nicht unabhängig überprüft werden. Nach Darstellung der Sicherheitsbehörden arbeitete er zuletzt mit Hamas und Palästinensischem Islamischem Dschihad an Angriffsvorhaben.

Südlibanon: Lager und Abschussstellungen

Die Armee meldete für den 26. September einen Angriff auf ein Hisbollah-Waffenlager bei Sajoud. Die dort gelagerten Waffen hätten Soldaten in der Sicherheitszone bedroht. Am 27. September erklärte sie, die Hisbollah habe nachts eine Sprengstoffdrohne gegen ihre Truppen gestartet; Verletzte habe es nicht gegeben. Israels Luftwaffe habe daraufhin Drohnen- und Panzerabwehrstellungen sowie weitere Infrastruktur in mehreren Gebieten angegriffen. Eine genaue Zahl der Ziele wurde nicht veröffentlicht.

Westjordanland und weitere Schauplätze

In den geprüften amtlichen Mitteilungen fand sich kein konkreter Angriff und keine Festnahmerazzia im Westjordanland, deren Einsatzdatum innerhalb dieses Zeitfensters bestätigt werden konnte. Am 25. September berichtete die Armee über die Versiegelung des Hauses des mutmaßlichen Schützen von Neve Tzuf und eine Änderung der Zuständigkeit für die Brigaden Etzion und Judäa. Beide Mitteilungen erschienen vor Beginn des Fensters. Weitere am 25. und 27. September gemeldete Tötungen in Gaza betrafen frühere Angriffe. Auch andernorts ließ sich aus den geprüften Quellen kein konkret datierter Einsatz feststellen. Das Fehlen einer identifizierten Meldung beweist nicht, dass es keine weiteren Einsätze gab.

Die Angriffe sind durch offizielle israelische Erklärungen dokumentiert. Identität, Funktion und behauptete Gefährlichkeit der Getroffenen beruhen auf Angaben der Armee und des Shin Bet. Eine umfassende unabhängige Einschätzung möglicher ziviler Opfer lag in den geprüften Quellen nicht vor.

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