Die Initiative ergänzt die regionale Partnerschaft um einen parlamentarischen Kontaktweg. Nach einem Bericht von Israel National News will die Stiftung Unterstützung für die Zusammenarbeit mit Israel und gegen Antisemitismus sowie Boykotte organisieren. Die Gründung solcher Gruppen ist ein organisatorischer Schritt in den Parlamenten, kein neues Verteidigungsabkommen zwischen Regierungen.
Gemeinsame Führung der griechischen Gruppe
Israel National News nennt Konstantinos Tsiaras und Harris Theoharis als gemeinsame Vorsitzende im griechischen Parlament. An der Auftaktveranstaltung nahmen Stiftungspräsident Josh Reinstein und der europäische Geschäftsführer Leo van Doesburg teil. Auch JNS berichtete über die Gründung der griechischen Gruppe.
Die Organisatoren stellten die Initiative in den Zusammenhang mit Sicherheitsproblemen im östlichen Mittelmeer. In den von Israel National News wiedergegebenen Äußerungen beschrieb Van Doesburg die Gruppen als Mittel, die Beziehungen zwischen den drei Ländern in parlamentarische Arbeit zu übersetzen.
Das ist das erklärte Ziel der Stiftung, kein Beleg dafür, dass das griechische Parlament bereits neue Gesetze, Haushaltsmittel oder militärische Verpflichtungen beschlossen hat. Unmittelbar entstanden ist eine Gruppe mit benannten Verantwortlichen, die innerhalb des Parlaments auf engere Beziehungen hinwirken möchte.
Sechs Abgeordnete in der zyprischen Initiative
Cyprus Mail berichtet, dass Chrysis Pantelides von Diko die zyprische Gruppe führt. Nach seinen Angaben haben sechs Abgeordnete von Disy, Diko und Elam die Zusammenarbeit mit der Stiftung organisiert, um bilaterale Beziehungen und gemeinsame Ziele zu fördern. Die Zahl beschreibt die Gruppenmitglieder, nicht die gesamte Sitzverteilung der drei Parteien.
Die Lokalzeitung schilderte außerdem ein Treffen der Delegation mit Zyperns Präsident Nikos Christodoulides. Israel National News berichtete über die Vorstellung im Parlament in Nikosia und den Empfang durch Parlamentspräsidentin Annita Demetriou.
Diese Kontakte verdeutlichen den politischen Rahmen der Initiative. Sie bedeuten nicht, dass jeder Abgeordnete sämtliche Positionen ihrer Teilnehmer unterstützt. Eine Gruppe aus mehreren Parteien spricht nicht automatisch im Namen der gesamten Volksvertretung.
Energie, Technologie und Antisemitismus
Laut der von Israel National News veröffentlichten Darstellung der Stiftung sollen die Gruppen Sicherheitskooperation, Energiepartnerschaften und technologische Innovation fördern. Als weitere Ziele nennt die Stiftung die Ablehnung von Antisemitismus, Extremismus und Boykottkampagnen gegen Israel.
Damit verbindet die Initiative praktische Felder regionaler Zusammenarbeit mit Themen, die jüdische Gemeinden und Israels öffentliche Stellung betreffen. Ihr Anspruch reicht über eine reine Freundschaftszeremonie hinaus. Ob daraus konkrete politische Ergebnisse entstehen, hängt allerdings von der anschließenden Arbeit ab.
Parlamentarische Unterstützung, Regierungsbeschlüsse und die Umsetzung von Projekten sind verschiedene Schritte. Die Berichte beschreiben Arbeitsfelder, keine Infrastruktur- oder Verteidigungsprojekte, die mit der Gründung bereits in Betrieb gegangen wären. Auch neue Ausgaben lassen sich daraus nicht ableiten.
Eine weitere Initiative ist davon zu trennen
Cyprus Mail erwähnte zudem eine zyprische Gruppe von Transatlantic Friends of Israel. Diese ist nicht identisch mit der Gruppe der Israel Allies Foundation. Leitung und Mitglieder sollten nicht zusammengeführt werden, nur weil beide Initiativen engere Beziehungen zu Israel befürworten.
Für Israel entstehen zusätzliche Ansprechpartner in den Parlamenten zweier Partner im östlichen Mittelmeer. Die Veranstaltungen in Athen und Nikosia benennen Beteiligte und Ziele. Ihre praktische Wirkung wird sich an der folgenden parlamentarischen Arbeit zeigen, nicht allein an der Gründungsfeier. Bestätigt ist die neue organisatorische Zusammenarbeit; der rechtliche Status bestehender Abkommen ändert sich dadurch nicht.