Nach Angaben von i24NEWS nannte Herzog Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Energie, Gesundheit, künstliche Intelligenz und Finanztechnologie als mögliche Kooperationsfelder. Er verband die Einladung mit einer Ablehnung von Terrorismus und Boykotten. Die Beziehungen zu Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten stellte er als Beispiele bereits bestehender Partnerschaften vor.
Bahrain und die Abraham-Abkommen
Herzogs Büro teilte mit, im Gespräch mit Al-Zayani sei es um die Stärkung der Abraham-Abkommen sowie mehr Frieden und Zusammenarbeit in der Region gegangen. Der Präsident betonte den Stellenwert der Beziehungen zu Bahrain und würdigte König Hamad bin Isa Al Khalifa sowie die bahrainische Regierung.
Er übermittelte auch Grüße an den König und die Bevölkerung Bahrains. Nach Angaben der israelischen Präsidentschaft besprachen die beiden Politiker, wie sich die bestehenden Beziehungen mit dem Ziel weiterentwickeln lassen, den Kreis friedlicher Partnerschaften in der Region zu erweitern.
Der Termin in Baku ermöglichte den Vertretern Israels und Bahrains einen direkten Austausch am Rande einer größeren asiatischen Zusammenkunft. Er gab zugleich der regionalen Botschaft, die Herzog am folgenden Tag vortrug, einen konkreten bilateralen Bezug.
Strategische Beziehungen zu Aserbaidschan
Herzog traf Aliyev im Präsidentenpalast während eines Besuchs auf Einladung des aserbaidschanischen Staatschefs. Nach Angaben der israelischen Präsidentschaft besprachen sie engere strategische Beziehungen, regionale Entwicklungen sowie ihr gemeinsames Interesse an Stabilität und Sicherheit.
Herzog beschrieb die Partnerschaft als über Jahre gewachsen und auch in schwierigen Zeiten wertvoll. Er dankte Aliyev für den fortgesetzten Dialog. Engere Verbindungen zwischen den Bevölkerungen und eine erweiterte Zusammenarbeit nannte er als Ziele für die Zukunft.
Die aserbaidschanische Präsidentschaft bestätigte gesondert Gespräche über bilaterale, regionale und internationale Fragen. Sie teilte mit, Herzog habe die Verlängerung des CICA-Vorsitzes Aserbaidschans für 2026 bis 2028 begrüßt und als Zeichen des Vertrauens in das Land gewertet. Aliyev betonte praktische Kooperation und den Aufbau gegenseitigen Vertrauens unter den Mitgliedern.
Ein Forum mit unterschiedlichen Positionen
CICA steht für die Konferenz über Interaktion und vertrauensbildende Maßnahmen in Asien. Die israelische Präsidentschaft beschrieb den siebten Gipfel als Treffen zur Stärkung der Beziehungen zwischen asiatischen Ländern. Der Besuch verband persönliche Gespräche mit einer Rede vor einem größeren diplomatischen Publikum.
Die Reaktionen im Saal waren unterschiedlich. i24NEWS berichtete, Vertreter Irans, der Türkei, Kuwaits, Pakistans und der Palästinensischen Autonomiebehörde hätten während Herzogs Rede den Saal verlassen. Katars Emir sei hingegen geblieben und habe zugehört.
Herzog erinnerte laut i24NEWS zudem daran, dass Israels Beteiligung am Forum auf eine Initiative Schimon Peres’ in den 1990er Jahren zurückgehe. Israel verstehe sich als Teil Asiens und wolle zur Entwicklung des Kontinents beitragen, sagte der Präsident.
Praktische Felder für weitere Kontakte
Herzog stellte neben das Ziel eines breiteren Friedens konkrete Bereiche gemeinsamer Arbeit. Laut i24NEWS rief er dazu auf, gemeinsame Interessen zu suchen und den Austausch fortzusetzen. Partnerschaften sollten durch anhaltende Zusammenarbeit weiterentwickelt werden.
Herzog würdigte auch Aserbaidschans Rolle in der regionalen Zusammenarbeit und dessen Kontakte zu den Staaten der Region. Laut i24NEWS beschrieb er CICA als einen Ort für Partnerschaft angesichts wachsender internationaler Spaltungen und sinkenden Vertrauens in multilaterale Institutionen. Er rief die Teilnehmer dazu auf, gemeinsame Interessen durch einen kontinuierlichen Dialog weiterzuentwickeln.