Die Kurse richten sich an Soldaten, die Nachschub transportieren, Geräte warten oder medizinische und administrative Leistungen erbringen. Diese Aufgaben können sie in Einsatzgebiete führen, obwohl der unmittelbare Kampf nicht ihre hauptsächliche militärische Funktion ist.
Vorbereitung über den Fachauftrag hinaus
Militärkorrespondent Emanuel Fabian sprach mit der Leiterin der Schule und ihrem Stellvertreter. Sie beschrieben Unterricht, der auf Begegnungen mit einem Gegner vorbereiten soll. Die fachlichen Aufgaben der Teilnehmer sollen dadurch nicht ersetzt werden.
Die Ausbildung umfasst den Umgang mit Waffen, körperliche Fitness und das Fahren im Dunkeln mit Nachtsichtgeräten. Genannt werden Personal aus Logistik, Instandhaltung, Medizin, Kommunikation, Personalverwaltung und sogar dem Militärrabbinat. Die Teilnehmer bringen deshalb unterschiedliche berufliche Erfahrungen und militärische Vorkenntnisse mit.
Erfahrungen der Verantwortlichen
Der nur mit dem hebräischen Anfangsbuchstaben Schin bezeichnete Stellvertreter schilderte Kämpfe bei Kissufim während des Angriffs vom 7. Oktober. Sein Bericht verdeutlicht das Problem, das die Schule angehen will: Auch ein Unterstützungsoffizier kann kämpfen müssen, bevor er dafür ausreichend vorbereitet ist.
Die Kommandeurin verband das Programm ebenfalls mit eigenen Erfahrungen während des Angriffs und späterer Einsätze. Es handelt sich um Aussagen gegenüber The Times of Israel. Sie erklären die angegebene Begründung der Initiative, liefern aber keine unabhängige Bewertung ihrer Wirksamkeit.
Die Kurse sind noch freiwillig
Dem Bericht zufolge ist die Teilnahme bisher nicht verpflichtend. Ausbilder fahren auch zu den Standorten der Soldaten, um Personal zu erreichen, das weiterhin seine regulären Aufgaben innerhalb der jeweiligen Einheit erfüllen muss.
Dieser Punkt begrenzt mögliche Schlussfolgerungen über den Umfang der Veränderung. Dass Kurse angeboten werden, beweist nicht, dass alle vorgesehenen Teilnehmer sie absolviert haben. Der Artikel nennt weder eine umfassende Teilnehmerzahl noch einen gemessenen Vergleich der Fähigkeiten vor und nach der Ausbildung.
Reichweite und Wirkung bleiben zu prüfen
Unterstützungskräfte sichern die Versorgung von Kampfeinheiten mit Nahrung, Treibstoff, Munition und Ersatzteilen. Ihre Vorbereitung auf Gefahren hängt deshalb mit der Fortsetzung bestehender Einsätze zusammen. Der Bericht kündigt keine neue militärische Mission an und belegt keine Änderung der Einsatzplanung.
Als Nächstes kommt es auf Teilnahme und Umsetzung an. Eine Ausweitung, eine mögliche Ausbildungspflicht und nachvollziehbare Ergebnisse würden zeigen, wie stark sich die Vorbereitung tatsächlich verändert. Bislang beschreibt die öffentliche Berichterstattung eine Schule und ihre Kurse anhand von Aussagen der Verantwortlichen. Eine unabhängige Verbesserung der Einsatzbereitschaft sämtlicher Unterstützungskräfte wurde damit nicht nachgewiesen. Ebenso wenig lässt sich aus dem Angebot ableiten, dass alle Einheiten bereits denselben Ausbildungsstand erreicht haben oder künftig nach einem einheitlichen verpflichtenden Verfahren geschult werden. Eine zentrale offene Frage bleibt, wie viele Einheiten die angebotenen Kurse tatsächlich nutzen werden. Aus der Einrichtung einer Schule allein ergibt sich noch keine flächendeckende Teilnahme.