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Naher Osten

Saudi-geführte Koalition meldet Raketenabwehr bei Dhahran: Explosionen nahe Aramco-Zentrale

Nach Angaben der Koalition fielen Raketentrümmer in ein Wohngebiet. Reuters berichtete von Explosionen nahe der Aramco-Zentrale, während saudische Behörden auch für Riad eine Warnung ausgaben. Ausmaß und Ursache möglicher Schäden an der Zentrale waren vom Unternehmen nicht bestätigt.

KI-Illustration eines Wohnviertels im saudischen Stil mit Öltanks und Raffinerieanlagen im Hintergrund bei Dämmerung.
Saudische Stadt und Öltanks · Hinweis

Die von Saudi-Arabien geführte Koalition teilte am Dienstag, dem 13. Oktober 2026, mit, Raketen auf dem Weg nach Dhahran im Osten des Königreichs abgefangen zu haben. Trümmer seien in einem Wohngebiet niedergegangen. In der Stadt befindet sich die Zentrale von Saudi Aramco; der Vorfall fällt in die jüngste Eskalation mit den Huthi im Jemen.

Was Reuters aus dem Umfeld der Aramco-Zentrale berichtet

Sechs Quellen berichteten Reuters von lauten Explosionen nahe der Zentrale. In einem Reuters-Bericht, den die Jerusalem Post veröffentlichte, sagte zudem eine direkt informierte Quelle, das Gebäude sei getroffen worden. Unklar blieb, ob es sich um einen direkten Treffer oder um herabfallende Trümmer handelte.

Aramco hatte diese Darstellung nicht offiziell bestätigt. Explosionen in der Nähe, Trümmer in einem Wohnviertel und ein direkter Treffer auf ein Gebäude sind unterschiedliche Aussagen. Wie mögliche Schäden an der Zentrale entstanden, ließ sich aus den Berichten nicht abschließend klären.

Warnung für Riad

Laut Reuters gab der saudische Zivilschutz nach einer früheren Warnung für die Ostprovinz auch eine Frühwarnung für Riad heraus. Sie betraf eine mögliche Bedrohung aus der Luft und bestätigte für sich genommen keinen Einschlag in der Hauptstadt.

Die vorausgegangenen Drohungen der Huthi

Zuvor hatte Huthi-Sprecher Yahya Saree saudischen Ölanlagen gedroht, darunter der Aramco-Zentrale und einer Raffinerie in Riad. Reuters berichtete, die Koalition habe anschließend Angriffe auf das Treibstofflager Al-Sabaha bei Sanaa und weitere Standorte im Jemen bestätigt. Die Drohungen gingen den abendlichen Meldungen aus Dhahran voraus.

Der frühere Bericht über Huthi-Drohungen gegen die saudische Ölinfrastruktur erläutert den Hintergrund dieser Entwicklung.

Welche Fragen offenbleiben

Aramcos Unternehmenszentrale liegt in Dhahran, nahe Dammam und Al-Khobar. Ein Vorfall an der Zentrale bedeutet nicht automatisch, dass eine Raffinerie beschädigt oder die Ölförderung unterbrochen wurde.

Die ausgewerteten Berichte enthielten weder eine bestätigte Opferbilanz für den Vorfall in Dhahran noch eine vollständige Schadensbewertung oder einen belegten Einfluss auf die Produktion. Die Angaben der Koalition zu den Abfangvorgängen und die Aussagen der Reuters-Quellen müssen daher bis zu weiteren Erkenntnissen getrennt zugeordnet werden.

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