Der neue Zugriff erweitert die Ermittlungen nach dem Vorfall vom 27. September nahe dem Luftwaffenstützpunkt in Gloucestershire. Die Polizei durchsuchte außerdem ein Objekt im Raum Westminster, veröffentlichte jedoch keine Ergebnisse dieser Durchsuchung.
Was die Polizei bestätigt hat
Counter Terrorism Policing erklärte, der Mann stehe im Verdacht, terroristische Handlungen vorbereitet zu haben. Als Grundlage wurde Paragraf 5 des Terrorism Act 2006 genannt. Reuters berichtete am 6. Oktober, dass er weiter in Gewahrsam sei.
Die leitende nationale Koordinatorin Vicki Evans beschrieb ein laufendes, komplexes Verfahren mit mehreren Ermittlungssträngen. Spezialteams arbeiteten weiter daran, die Motivation hinter den Ereignissen in Gloucestershire zu klären.
Eine Festnahme wegen eines Verdachts ist weder eine Anklage noch ein Schuldspruch. Die Polizeimitteilung kündigte keine Anklage gegen den siebten Verdächtigen an und legte keinen vollständigen Ablauf eines geplanten Anschlags vor.
Die Abfolge der Festnahmen
Fünf britische Staatsbürger wurden am 27. September nach Hinweisen auf verdächtige Fahrzeuge bei Fairford festgenommen. Reuters berichtete, dass Benzin gefunden worden sei, jedoch kein Sprengsatz.
Ein sechster Mann, ein 25-jähriger britisch-iranischer Doppelstaatsbürger, wurde am 1. Oktober in Westminster festgenommen. Später teilte die Polizei seine Freilassung gegen Kaution mit. Laut Mitteilung vom 6. Oktober galt dieser Status weiterhin für alle sechs zuvor Festgenommenen.
Der neue Verdächtige ist nicht mit dem am 1. Oktober festgenommenen Mann identisch. Die getrennte Darstellung von Datum, Alter und Staatsangehörigkeit verhindert eine Verwechslung von Personen, die an unterschiedlichen Orten über mehr als eine Woche hinweg festgenommen wurden.
Eine mögliche Verbindung zu Iran wird geprüft
Reuters zitierte ungenannte US-Beamte, wonach ein möglicher iranischer Plan für einen Drohnenangriff untersucht werde. Iran bestreitet eine Beteiligung. Die britische Polizei erklärte, alle Möglichkeiten einschließlich einer möglichen Einbindung eines ausländischen Staates zu prüfen.
Diese Berichte erklären die internationale Aufmerksamkeit, belegen aber weder eine Steuerung der Verdächtigen noch die konkrete Angriffsmethode. In den öffentlichen Polizeimitteilungen werden keine bei der Gruppe sichergestellten einsatzfähigen Drohnen genannt und keine abschließenden Aussagen zu Auftraggebern getroffen.
Die Nutzung Fairfords durch amerikanische Militärflugzeuge verleiht dem Fall Bedeutung über Großbritannien hinaus. Für israelische Leser ist die Untersuchung einer möglichen iranischen Bedrohung gegen eine von den USA genutzte Einrichtung relevant. Eine iranische Verantwortung ist damit nicht bewiesen.
Bomberverlegung erfolgte vor dem neuen Zugriff
Das Pentagon bestätigte unabhängig davon, dass die in Fairford stationierten US-Bomber in ihre Heimatbasen zurückgekehrt seien. Vizepräsident JD Vance bezeichnete den Schritt als Vorsichtsmaßnahme. ITV berichtete über Sorgen wegen eines möglichen Angriffs mit mehreren Drohnen.
Die Flugzeugverlegung fand vor der siebten Festnahme statt. Sie darf deshalb nicht als Reaktion auf Beweise des neu Festgenommenen dargestellt werden und bestätigt für sich genommen auch nicht das berichtete Angriffsszenario.
Die Polizei will Umstände und Motivation weiter untersuchen. Nach dem Stand vom 6. Oktober sind eine weitere Festnahme und eine Durchsuchung die bestätigten neuen Schritte. Eine abschließende öffentliche Erklärung des gesamten Vorfalls liegt noch nicht vor.