Diplomatische Reaktion am 11. Oktober
Christophe Farnaud sagte Arab News, die EU lehne Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur ab und stehe solidarisch an der Seite Saudi-Arabiens. Seine Äußerungen folgten dem Angriff vom 10. Oktober auf den internationalen Flughafen König Khalid.
Die von Saudi-Arabien geführte Koalition machte die Huthis verantwortlich. Die saudische Zivilluftfahrtbehörde meldete nach Angaben von Arab News zwölf Tote und 309 Verletzte, einige davon in kritischem Zustand.
Vier der Getöteten waren Saudis, acht ausländische Staatsangehörige. Diese Zahlen sind die berichteten saudischen Behördenangaben zum Vorfall vom 10. Oktober; sie sind nicht mit anderen Angriffen zu vermischen oder als unabhängig bestätigte regionale Gesamtbilanz zu behandeln.
Ziviler Verkehr steht im Mittelpunkt
Farnaud übermittelte den Familien sein Beileid und drückte Unterstützung für die Verletzten aus. Er bezeichnete unterschiedslose Angriffe auf zivile Einrichtungen als nicht zu rechtfertigen und warnte vor Folgen für regionale Stabilität und internationale Sicherheit.
Während der Prüfung von Schäden und Sicherheitsbedingungen stellte der Flughafen den Betrieb vorübergehend ein, berichtete Arab News. Daraus lässt sich weder eine fortdauernde Schließung noch ein gesicherter Zeitpunkt für die Wiederaufnahme sämtlicher Leistungen ableiten.
Die diplomatische Nachricht vom 11. Oktober ist die öffentliche Reaktion des Botschafters. Sie ist vom Datum des tödlichen Angriffs und von weiteren operativen Entscheidungen saudischer Behörden zu unterscheiden.
Dieselbe Bedrohung betrifft Israel
Angriffe der Huthis sind ebenfalls ein unmittelbares israelisches Sicherheitsproblem. In einer Mitteilung vom 9. Januar 2025 beschrieb die israelische Armee Raketenstarts aus dem Jemen in Richtung Israel und das Abfangen der meisten Raketen, die sich israelischem Gebiet näherten.
Dieser Hintergrund erklärt die israelische Relevanz, ohne einen zusätzlichen Angriff auf Israel am 11. Oktober zu behaupten. Die aktuelle Nachricht betrifft europäische Diplomatie und den Schutz ziviler Verkehrswege gegenüber derselben regionalen Terrororganisation.
Auch der Rat der EU nennt Huthi-Angriffe auf Handelsschiffe als Grund für eine schützende Marinepräsenz. Nach der Beschreibung des Rates begleitet die Mission Schiffe, erstellt ein maritimes Lagebild und schützt gegen Angriffe auf See.
Verstärkung ist noch in Vorbereitung
Farnaud zufolge arbeitet die EU an einer Stärkung der Operation Aspides. Sie wurde am 19. Februar 2024 gestartet, um unter einem defensiven Mandat die Freiheit der Schifffahrt und Handelsschiffe zu schützen, erklärt der EU-Rat.
Die Aussage beschreibt Bemühungen um eine bestehende Mission. Sie bestätigt weder die Ankunft weiterer Schiffe noch einen abgeschlossenen neuen Einsatz oder einen garantierten Schutz gegen jede mögliche Bedrohung.
Der Botschafter erwähnte außerdem europäische Teilnahme an Treffen einer saudisch geführten maritimen Initiative und Arbeiten an einer Beobachterrolle. Weitere Teilnahmevereinbarungen und militärische Entscheidungen benötigen eigene Bestätigung. Die nächsten Entwicklungen sind solche formellen Schritte sowie überprüfte Angaben zum Flughafenbetrieb und zum Zustand der Verletzten.