Zum Inhalt springen

Wählen Sie aus, welche optionalen Inhalte diese Website laden darf. Sie können dies jederzeit über den Link Cookie-Einstellungen am unteren Seitenrand ändern.

Notwendig

Speichert Ihre Cookie- und Barrierefreiheitseinstellungen in diesem Browser. Immer aktiv.

Erlaubt das Laden von Werkzeugen zur Reichweitenmessung, sofern diese Website sie verwendet.

Erlaubt das Laden von Inhalten anderer Dienste, etwa eingebetteter Beiträge aus sozialen Medien. Diese Dienste können eigene Cookies setzen.

Diese Website zeigt Anzeigen von Google AdSense. Mit Ihrer Zustimmung kann Google Cookies verwenden, um Anzeigen nach Ihren Interessen auszuspielen. Ohne Zustimmung sehen Sie nicht personalisierte Anzeigen.

Barrierefreiheit

Textgröße 100%

Die Einstellungen werden in diesem Browser gespeichert.

Naher Osten

USA verhängen Sanktionen gegen mit Iran verbundene Banken und Finanznetzwerke

Das US-Finanzministerium hat am 15. Oktober 2026 Sanktionen gegen Banken und Vermittler angekündigt, die Iran nach seiner Darstellung beim Umgehen von Beschränkungen und beim Transfer von Geld helfen. Eine begrenzte Genehmigung ermöglicht die Abwicklung bestimmter Geschäfte mit einer irakischen Bank. Eine separate Warnung unterscheidet ausdrücklich zwischen missbrauchten Wohltätigkeitsnetzwerken und rechtmäßigen religiösen Spenden.

Eine Weltkarte mit verbundenen Punkten eines Finanznetzes, einer davon mit einem Schloss gesperrt, über Bildschirmen mit Diagrammen
Finanznetz mit gesperrtem Knoten · Hinweis

Das Ministerium stellt die Maßnahme als Versuch dar, Verbindungen zwischen iranischen Einnahmen und dem internationalen Finanzsystem zu unterbrechen. Es beschreibt Banken, Briefkastenfirmen und Devisenspezialisten, die angeblich ausländische Währungen beschaffen und das Regime sowie seine Verbündeten unterstützen. Die Sanktionen sind eine amerikanische Verwaltungsmaßnahme; die Vorwürfe bleiben Aussagen des Ministeriums.

Die irakische Bank und weitere Betroffene

Genannt wird die International Development Bank for Investment and Finance im Irak, kurz IDB. Das Ministerium wirft ihr vor, Finanzdienstleistungen und Zugang zu Dollar für Iran bereitzustellen sowie Beziehungen zu iranischen Einrichtungen und verbündeten Milizen im Irak zu unterhalten. Der vollständige Name verhindert Verwechslungen mit anderen Instituten, die dieselbe Abkürzung verwenden.

Auch Jazireh International Bank und Chabahar International Bank Overseas Company stehen in der Mitteilung. Das Ministerium beschreibt sie als iranische Offshore-Banken für Fremdwährungsgeschäfte. Außerdem nennt es den Ölvermittler Sayyed Ruhollah Razavi und weitere Akteure, denen es Geldtransfers über verdeckte Finanznetze vorwirft.

Der gemeinsame Nenner ist nach amerikanischer Darstellung der Zugang zu Einnahmen. Die Maßnahme richtet sich nicht nur gegen eine einzelne Überweisung, sondern gegen Einrichtungen und Vermittler, die Geld zwischen verschiedenen Rechtsräumen bewegen und in iranische Kanäle zurückführen sollen.

Was die Vermögenssperre bedeutet

Nach Angaben des Ministeriums werden grundsätzlich Vermögenswerte und entsprechende Rechte unter US-Gerichtsbarkeit oder in Besitz beziehungsweise Kontrolle von US-Personen gesperrt. Betroffen sind auch Unternehmen, die unter die einschlägige Regel für eine Eigentumsquote von mindestens 50 Prozent durch gesperrte Personen fallen. Eine Sperre beschränkt die Nutzung; sie ist keine Beschlagnahme oder Enteignung.

Die Sanktionierung einer Bank beweist nicht, dass sämtliche Kunden Fehlverhalten begangen haben. Der Umfang ergibt sich aus den jeweiligen Regeln samt Ausnahmen und Genehmigungen. Ebenso wenig ersetzt die Verwaltungsentscheidung ein Gerichtsurteil über die Tatsachen jeder beanstandeten Transaktion.

Ein eng begrenztes Zeitfenster zur Abwicklung

Das Office of Foreign Assets Control, OFAC, hat die General License FF veröffentlicht. Sie erlaubt bestimmte notwendige Geschäfte zur Abwicklung bestehender Beziehungen mit der irakischen Bank und den erfassten Unternehmen. Die Genehmigung endet am 30. Oktober 2026 um 00:01 Uhr nach der Sommerzeit an der US-Ostküste, nicht erst am Tagesende.

Zahlungen an gesperrte Personen müssen nach den Bedingungen auf gesperrte Konten erfolgen. Die Lizenz erlaubt nicht pauschal andere verbotene Geschäfte mit zusätzlich sanktionierten Parteien. Sie eröffnet einen begrenzten Weg zum Beenden bestimmter bestehender Aktivitäten, hebt aber weder die Sanktionen auf noch erlaubt sie den allgemeinen Geschäftsverkehr mit der Bank.

Die Warnung zu Spenden zieht eine klare Grenze

Das amerikanische Netzwerk zur Bekämpfung von Finanzkriminalität FinCEN nennt in einer eigenen Warnung mögliche Anzeichen für den Missbrauch iranbezogener Wohltätigkeitsnetze. Dazu gehören Spenden ohne entsprechende gemeinnützige Tätigkeit, ungewöhnliche Weiterüberweisungen und aufgeteilte Transaktionen. Solche Hinweise erfordern eine Prüfung im Zusammenhang; sie beweisen für sich genommen keine Straftat.

FinCEN betont zugleich, dass rechtmäßige religiöse Spenden nicht das Ziel sind und legitime Organisationen Zugang zu Finanzdienstleistungen behalten sollen. Verdächtige Netzwerke sind daher nicht mit iranischen Zivilisten, schiitischen Muslimen oder gewöhnlichen Spendern gleichzusetzen. Die Maßnahmen vom 15. Oktober gehören zum finanziellen Druck auf Teheran. Sie melden keinen neuen Zwischenfall auf See in der Straße von Hormus.

Zurück zu den aktuellen Meldungen