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Naher Osten

USA verschärfen Sanktionen gegen Irans Auto- und Bahnindustrie

Die Vereinigten Staaten haben ihre Sanktionskampagne gegen Iran auf die Auto- und Bahnindustrie sowie industrielle Zulieferer und Finanznetzwerke ausgeweitet. Die Maßnahmen vom 1. Oktober verbinden neue Befugnisse für Sanktionen gegen Akteure dieser Branchen mit der Listung bestimmter Unternehmen und Personen.

Illustration von Fahrzeugproduktion und Güterverkehr auf der Schiene
Redaktionelle Illustration; kein Foto des berichteten Ereignisses. · Hinweis

Das ist ein wichtiger Unterschied: Eine Grundlage für künftige Branchensanktionen bedeutet nicht, dass automatisch jedes Unternehmen des Sektors auf einer Sanktionsliste steht.

Neue Befugnisse und konkrete Listungen

Das Finanzministerium veröffentlichte zwei sektorale Festlegungen nach Executive Order 13902 für Irans Auto- und Bahnsektor. Die Ankündigung enthält zudem Listungen nach bestehenden Befugnissen zu anderen Industrieaktivitäten, darunter Metallen.

Washington will nach eigenen Angaben Einnahmen und Netzwerke beschränken, die die iranische Regierung stützen. Vorwürfe der Sanktionsumgehung und Unterstützung der Revolutionsgarden sind die von der US-Regierung angegebenen Gründe für die Maßnahmen.

Hersteller und Bahnbetreiber

Zu den genannten Autoherstellern zählen Iran Khodro, SAIPA und weitere verbundene Produzenten. Im Bahnsektor sind die Eisenbahngesellschaft der Islamischen Republik, Raja Passenger Trains und Railway Transportation Company betroffen.

Damit reicht der Druck über Ölexporte hinaus in Branchen, die Menschen und Güter befördern, Produktion ermöglichen und inländische Einnahmen erwirtschaften. Ein sofortiger Stillstand von Fabriken oder Zügen ist damit nicht belegt. Die Auswirkungen hängen von Lieferanten, Finanzierung und Ersatzmöglichkeiten jedes Unternehmens ab.

Zulieferer außerhalb Irans

Das Ministerium nennt auch Lieferanten und verbundene Gesellschaften in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Türkei, Hongkong, China, Indonesien und Deutschland. Die ihnen zugeschriebenen Rollen unterscheiden sich. Sie sollten daher nicht pauschal als ein einheitliches Netzwerk dargestellt werden.

Manche Listungen betreffen die Tätigkeit in einem Sektor oder Lieferbeziehungen, andere abweichende industrielle oder finanzielle Aktivitäten. Diese Unterschiede sind genauer als die Annahme, allen Beteiligten werde dasselbe Verhalten vorgeworfen.

Was sich durch die Maßnahmen ändert

Die Schritte erweitern Sanktionsrisiken für Geschäfte in den benannten Branchen und beschränken getrennt davon Beziehungen zu gelisteten Parteien. Die Behandlung einer Transaktion hängt von der jeweiligen Rechtsgrundlage, Eigentumsregeln sowie Genehmigungen oder Ausnahmen ab.

Die Ankündigung markiert eine weitere Phase der von Washington angestrebten wirtschaftlichen Isolation Irans. Sie beziffert jedoch keinen künftigen Gesamtschaden. Die bereitgestellte Recherche fand nicht von jedem betroffenen Unternehmen eine Stellungnahme. Das Ausmaß der Störungen muss anhand späterer Handels-, Finanz- und Betriebsdaten beurteilt werden.

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