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Kultur und Unterhaltung

Verwundeter Duvdevan-Veteran Boris Shtonda erreicht das Ziel der Ironman-Weltmeisterschaft

Boris Shtonda, ein Duvdevan-Veteran, der in Gaza sein rechtes Bein oberhalb des Knies verlor, hat am 10. Oktober 2026 die Ziellinie der Ironman-Weltmeisterschaft in Kailua-Kona auf Hawaii überquert. Shvoong und The Jewish Chronicle nennen eine Zeit von 16:33:54. Sie beschreiben den 29-Jährigen als ersten israelischen Beinamputierten, der die Strecke in Kona absolvierte.

Symbolisches Arrangement aus Schwimmbrille, Fahrradhelm, Laufschuhen und Laufprothese auf einer Bank am Meer; weder Shtonda noch das Rennen sind dargestellt
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Renndatum und veröffentlichte Zeit

Der Zeitnahmedienst Sportstats führt den 10. Oktober 2026 als Veranstaltungstag auf Hawaii. In israelischen Berichten taucht auch der 11. Oktober 2026 auf, ihr Veröffentlichungstag. Das lokale Renndatum ist von dem Tag zu unterscheiden, an dem die Nachricht in Israel erschien.

Die Zeit von 16 Stunden, 33 Minuten und 54 Sekunden steht bei Shvoong vom 11. Oktober 2026 und im Jewish Chronicle vom 13. Oktober 2026. Ein Abgleich mit dem endgültigen individuellen Veranstalterergebnis war nicht möglich. Sie wird deshalb als Medienangabe wiedergegeben, nicht als unabhängig überprüftes offizielles Resultat.

Auch die Bezeichnung als erster israelischer Beinamputierter im Ziel von Kona stammt aus diesen Berichten. Sie bezieht sich auf diesen Weltmeisterschaftskurs, nicht auf sämtliche Triathlons oder Ironman-Veranstaltungen weltweit.

Von Beit Hanoun zu den ersten Schritten

Shtonda wurde im November 2023 in Beit Hanoun bei einer Explosion verwundet, bei der vier Kameraden fielen. Shvoong nennt den 10. November 2023 als Datum. In einem am 21. August 2026 veröffentlichten Mako-Interview schilderte er den Verlust seines Beins und die langwierige Rehabilitation.

Mako identifizierte ihn als Duvdevan-Soldaten und berichtete von 19 Operationen. In einem N12-Interview vom 30. April 2026 erzählte er, nach dem Krankenhausaufenthalt in Tel Hashomer mit der Rehabilitation und dem erneuten Gehenlernen begonnen zu haben. Sportliche Ziele kamen erst später hinzu.

Sein Bericht beginnt mit der Rückgewinnung grundlegender Fähigkeiten, nicht mit einem Triathlonplan. Gegenüber N12 erzählte er von Wanderungen auf Island und der Besteigung des Kilimandscharo. Das sind Stationen seines persönlichen Weges, keine medizinische Prognose und kein verbindliches Vorbild für andere Verwundete.

Drei Disziplinen mit angepasster Ausrüstung

Die vollständige Strecke umfasst 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und einen Marathon über 42,2 Kilometer. Mit dem Wechsel der Disziplinen verändert sich auch die Ausrüstung, die im Wasser, auf dem Rad und beim Laufen benötigt wird.

Nach Shvoongs Darstellung fuhr Shtonda mit einer Anpassung für seine Prothese und nutzte beim Laufen eine spezielle Laufprothese ohne Kniegelenk. Das Portal schilderte seine Zusammenarbeit mit Trainer Tom Marmareli und dem Projekt Schritt für Schritt der Organisation Belev Echad. Vor Kona absolvierte er im April 2026 einen Halb-Ironman in Valencia.

Schwimmen bekam während seiner Genesung eine zusätzliche Bedeutung. Im Mako-Interview vom 21. August 2026 beschrieb er das Wasser als beruhigend: Er könne sich auf Gedanken und Atmung konzentrieren. Die Bewegung ohne Prothese, Krücken oder Rollstuhl vermittle ihm ein besonderes Gefühl von Selbstständigkeit.

Die Erinnerung an vier Kameraden

In einem früheren Interview, das Shvoong im Bericht über Kona aufgriff, erläuterte Shtonda seine Motivation: Er wolle Dinge tun, die seinen gefallenen Freunden nicht mehr möglich seien. Zu Wettkämpfen nehme er eine Einheitsflagge mit ihren Namen und Bildern mit.

Damit verbindet er das sportliche Ziel mit persönlichem Gedenken. Die Ziellinie macht weder den Verlust seiner vier Kameraden noch die Rehabilitation ungeschehen. Seine Leistung lässt sich würdigen, ohne ein Rennergebnis zum Maßstab für den Wert oder die Genesung anderer Veteranen zu machen.

Sport als Teil der Rehabilitation

Die Beit-Halochem-Zentren des israelischen Verbands verwundeter Veteranen verbinden Sport mit Rehabilitation und sozialer Unterstützung. Ein Jerusalem-Post-Bericht vom 16. Juni 2026 beschrieb, wie angepasste Sportangebote die Rückkehr zu Bewegung und teilweise zum Wettkampf begleiten.

Porträtiert wurde Ido Kander, der ebenfalls im November 2023 in Beit Hanoun verwundet wurde. Nach Rehabilitation und schrittweisem Wiedereinstieg ins Radfahren und Laufen absolvierte er im Februar 2026 einen Fünfkilometerlauf beim Tel-Aviv-Marathon. Anschließend setzte er sich einen Triathlon über die olympische Distanz zum Ziel.

Kander betonte, dass Rehabilitation nicht geradlinig verlaufe. Auch Shtondas Weg nach Kona beruhte auf anhaltender Arbeit, angepasster Ausrüstung und Unterstützung. Das Ziel markiert seinen persönlichen Fortschritt, ohne festzulegen, wie erfolgreiche Rehabilitation für jeden anderen aussehen muss.

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